Eberswalde, 3°, leichter Niesel, die Abwehr steht

Nach einem erneuten Spielausfall in der Vorwoche konnten sich unsere
Jungs auf das anstehende Derby gegen die Jungs vom Berg freuen. In den
beiden Trainingseinheiten unter der Woche wurde sich intensiv auf das Spiel und den Gegner vorzubereiten, leider mussten wir einige krankheitsbedingte Ausfälle während des Trainings und auch am Spieltag selber kompensieren. Der Ausgeglichenheit unseres Kaders sei dank, ging es mit einer festen Marschroute und voller Motivation in das Spiel der Spiele, schließlich sind die meisten Kicker beider Teams unter der Woche Schulkameraden und Freunde.

Von Beginn an übernahmen die Gäste des Heft des Handels und versuchten
unsere Abwehrreihe(n) zu bespielen. Nach anfänglichen Abstimmungsproblemen harmonierten die einzelnen Reihen sehr gut miteinander und es wurden so gut wie keine Torchancen zugelassen. Im Gegenzug konnten wir durch unsere schnellen Spitzen einige gefährliche Aktionen aufzeigen, jedoch wurden diese noch nicht mit der gewünschten
Entschlossenheit durchgezogen. In der 15. Minuten zeigte dann Janis wie
entschlossen er ist, setzte seinen eigenen Schuss nach und vollende mit seinem Standbein zur 1:0 Führung. Im Anschluss entwickelte sich eine gute Partie beider Seiten mit vielen guten und harten Zweikämpfen, alles immer im fairen Bereich. Ein Befreiungsschlag ähnlicher Schuss der Preussen ließ kurz vor der Pause noch einmal alle Lok Herzen etwas tiefer in die Hose rutschen, der Ball landete genau auf der Latte, aus knapp 40 Metern. Zum Glück hatte unser Jakob ein gutes Auge bewiesen.

Der zweite Durchgang ähnelte zunächst dem Ersten, Preussen versuchte Lücken in der Lok Abwehr zu finden bzw. diese mit hohen Bällen zu überspielen, und Lok benötigte zunächst einige Minuten um sich nach einem Wechsel und zwei Umstellungen wieder in seiner Grundordnung zu finden. Es folgte Janis mit seinem 2. Streich und Karl mit einem Knaller in den Winkel des Preussen Tores und zur Überraschung aller bauten sie beide somit die Führung auf 3:0 aus. Den Gästen merkte man den „Schock“ und unseren Jungs die Verwunderung und das Vertrauen ins das System deutlich an. Als Janis in der 64. Minute erneut traf, schien alles entschieden zu sein. So dachten leider auch unsere Jungs. Nach einem abgefälschten Fernschuss war Preussen plötzlich hellwach und es machte sich Verunsicherung den Köpfen der Jungs breit. Durch zwei weitere Treffer der Preussen konnten diese innerhalb von nur 8 Minuten auf 4:3 verkürzen und es waren noch 5 Minuten zu spielen. Eine Achterbahn der Gefühle für jeden Beteiligten und Zuschauer dieser Partie. Anstatt nun mit 11 Mann zu mauern, versuchten die Lok Jungs jedoch die Entscheidung herbeizuführen und erspielten sich aus einer hervorragenden Mittelfeldkombination die Gelegenheit, den 5. Treffer des Tages zu markieren. Karl bewies heute seine Kaltschnäuzigkeit und schwenkte dem Gästekeeper das Teil zum viel umjubelten letzten Treffer des Tages ein. Diesem „Genickbruch“ hatte das Gästeteam nun nichts mehr entgegenzusetzen.

Lok belohnt sich nach intensiven 80 Minuten für seine taktisch hoch disziplinierte Leistung mit drei unplanmäßigen aber verdienten Punkten und die Trainer haben nun noch weniger bzw. grauere Haare. Jetzt gilt es im letzten Spiel des Jahres am kommenden Samstag gegen Oberhavel Velten die oftmals guten Leistungen der Hinrunde zu bestätigen und mit einem positiven Ergebnis in die Winterpause und zu gehen.

(Bericht: Felix Rödl)